Grace & Co

Hinter all diesen Zeilen steckt natürlich ein Mensch, ich, Sybille, bin die Erziehungsberechtigte von aktuell drei ganz wunderbaren Hunden und leidenschaftliche Hundetrainerin mit eigener Hundeschule in der Nähe von Hamburg.

Der Hauptakteur meiner Berichte ist Grace, eine Miniatur Bullterrierhündin die unser Leben seit Weihnachten 2016 ergänzt und ziemlich auf den Kopf stellt.

Grace im Alter von 4 Monaten

Natürlich werde ich auch über unsere Emma, eine Rhodesian Ridgeback-Hündin und über Luna, unsere Kelpie-Oma berichten.

Ich blogge aber hauptsächlich über das Training mit Grace, über ihre Eigenheiten, ihre Entwicklungsphasen und ganz allgemein über gewaltfreies und wissenschaftlich fundiertes Hundetraining.

Ein Frage taucht immer wieder auf, darum möchte ich die hier gern beantworten.

WARUM GERADE EIN BULLTERRIER?

Grace ist ein absoluter Wunschhund. Seit meiner Kindergartenzeit wünsche ich mir einen Bullterrier an meiner Seite. Damals gab es noch keine Hundegesetze, keine Notwendigkeit von Hundeschulen und der Umgang mit dem Hund war viel lockerer und freier, vor allem vorurteilsfreier.

ELSA war mein erster Kontakt mit einem Bullterrier. Sie war eine rote Stadard-Bullterrier Hündin die bei uns in der Siedlung lebte. Sie war der freundlichste und netteste Hund, den ich kannte und sie faszinierte mich von Anfang an. Wenn mein Vater samstags zum Bäcker radelte um für uns alle Brötchen zu holen, fuhr ich gerne mit, denn die Besitzerin von Elsa holte oft zur gleichen Zeit beim Bäcker Brötchen.
Damals konnte man noch gefahrlos Hunde vorm Geschäft anbinden. Das schlimmste was passieren konnte, waren Kinder wie ich, die sich neben den Hund setzten und ihm bzw. in diesem Fall ihr, den Kopf und Bauch kraulen und unfassbar traurig waren, wenn Elsas Besitzerin vor uns da war und sie ihren Hund tatsächlich auch wieder mitnahm und ich gefrustet ohne Hund auf meinen Vater warten musste.

Als ich mit 16 Jahren zusammen mit meinen Eltern für einige Woche nach Großbritanien reiste, verzweifelten diese fast. In jedem Buchladen gab es Bücher über diese wundervollen Hunde, es gab in jedem dritten Laden Bilder und Poster und diese wunderbaren Hunde waren – gefühlt– in Massen auf den Straßen unterwegs. Es war wie ein Traum für mich.

Als im Jahr 2000 die Hetze auf Hunde begann, war mir klar, das es schwer werden würde einen so wundervollen Hund irgenwann in meiner Familie zu haben. Die Hundegesetze wurden immer strenger und bekloppter. Zuchtverbote, Einfuhrverbote und Steuererhöhnungen die jeden Normalbürger umbringen, waren an der Tagesordnung. Die Boulevard-Presse schlachtete jeden schiefen Blick von Hunden als Angriff aus und ich wurde schon mit unserem  Staff-Rüden auf offener Straße beschimpft. Menschen die vor 14 Tagen meinen Mike noch knuddelten, wechselten die Straßenseite. Unvorstellbar sich um einen englischen Bullterrier zu bemühen.

Im Jahr 2015 war es endlich so weit. Meine Familie stand hinter mir, die Gesetzteslage wurde langsam wieder „normaler“ und meine Lebensituation war bereit für meinen Lebenstraum. Seit vielen Jahren hatte ich einen Züchter bereits im Auge, doch dieser hatte aktuell gerade keine Würfe geplant.
Darum dauerte es bis Ende 2016 – eine unendlcih lange Zeit. Im Oktober kam unsere Grace bei meinem Wunschzüchter  auf die Welt und zu Weihnachten durfte ich endlich voller Freudentränen mir meinen Lebenstraum nach Hause holen.

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